Verl (zog). Wie schüttelt man den Saisontiefpunkt mit nur 16 geworfenen Toren bei der bitteren Heimniederlage gegen Jollenbeck aus den Knochen?
Das war eine Frage, die sich Torben Gottsleben, Trainer des Tabellenletzten der Handball-Oberliga, in den vergangenen zwei Trainingswochen gestellt hat. Denn leichter wird es für sein Team im Februar nicht: Am Sonntag tritt der TV Verl zum Auftakt der drei Partien gegen Spitzenteams nun beim Tabellenvierten VíL Mennighüffen an.
Immerhin haben zuletzt alle drei Neuzugänge und Hoffnungsträger für einen fulminanten Endspurt mit der Ziellinie Klassenerhalt mittrainiert. Und zwei werden gegen Mennighüffen auch spielen können: Doch Philipp Eliasmöller nach Daumenverletzung und Paul Freier nach seinem im November-Testspiel erlittenen Muskelbündelriss werden erst einmal dosierte Einsatzminuten erhalten. Aber wird das reichen, zumal sich ab diesem Moment viel auf die höherklassig erfahrenen Neuen konzentrieren wird?
„Mitentscheidend wird sein, dass wir gegen die körperlich robuste 6:0-Abwehr nicht mit einem hohen Rückstand ins Spiel starten und die Köpfe gleich wieder unten sind", sagt Gottsleben. Im Hinspiel war es unter anderem Mennighüffens Angreifer Fynn Walter, der den Verlern mit zehn Treffern den Zahn zog. Wer genau im Kader steht, entscheidet sich aufgrund einiger angeschlagener Akteure kurzfristig. Ein gutes Beispiel dafür ist TVV-Urgestein Thilo Vogler, der immer wieder durch ein Kantensyndrom am Schienbein ausgebremst wird, deshalb sehr dosiert trainieren muss und nach dem Spiel immer regelmäßig Beschwerden hat.
Wenn es am nächsten Wochenende zum Spitzenreiter Altenhagen-Heepen Il geht, ist auch Jens Bechtloff, dann ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein, erstmals spielberechtigt. Ob für den TV Verl ab März, wenn die Gegner nicht mehr nur aus dem obersten Regal kommen, die Zeit noch reicht, um genügend Punkte für den Klassenerhalt zu erreichen? „Wenn wir jetzt im Februar dreimal eine Packung kriegen, wird das schwer. Zwei bis drei Punkte wären gut und könnten auch ein Booster sein, für alles, was dann kommt", sagt Torben Gottsleben.


