(NW 02.02.2026) „So werden wir die Liga nicht halten“
Featured

(NW 02.02.2026) „So werden wir die Liga nicht halten“

Handball: Oberliga-Schlusslicht TV Verl bietet bei der 16:24-Niederlage gegen den TuS Bielefeld/Jöllenbeck vor allem im Angriff eine so enttäuschende Leistung, dass Trainer Torben Gottsleben deutliche Worte findet.

Von Uwe Kramme

Verl. Das Ergebnis war deutlich: Die chancenlosen Handballer des TV Verl verloren am Samstagabend das Oberliga-Spiel gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck leistungsgerecht mit 16:24 (7:12). Die Analyse von Torben Gottsleben war noch deutlicher. „Das war heute ein Offenbarungseid“, stellte der Trainer des Tabellenletzten betont sachlich fest und zog auch gleich noch die Konsequenzen. „Wenn wir so weitermachen, werden wir die Liga nicht halten.“

Nach der Frage, ob es denn auch etwas gebe, was ihm in diesem Spiel Hoffnung gemacht hätte, zögerte der in dieser so unbefriedigend verlaufenden Saison ans Erklären von Niederlagen (14) gewohnte Verler Coach mit der Antwort, um dann festzustellen. „Direkt nach so einer in der Offensive indiskutablen Leistung ist das schwer zu sagen. Aber wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, um wieder die nötige Intensität in unser Angriffsspiel zu bringen. Außerdem kommen dann ja hoffentlich Spieler dazu.“

Tatsächlich musste Gottsleben nicht nur auf den noch bis zum 22. Februar gesperrten Zugang Sven Bechtloff verzichten, sondern auch auf die anderen Neuen, Paul Freier (Aufbautraining nach Muskelbündelriss im Oberschenkel) und Philipp Eliasmöller. Der Rückkehrer, der bei seinem Debüt in Ahlen gleich seinen Wert für die verunsicherte Mannschaft unter Beweis stellte, hatte sich beim Training am Donnerstag den Daumen der Wurfhand ramponiert.

Aber ob es reicht, wenn dieses Trio endlich zur Verfügung steht, den für den Klassenerhalt mindestens notwendigen elften Tabellenplatz zu erreichen, ist nicht nur wegen des schon sechs Punkte betragenden Rückstands fraglich. „Denn es ist doch gar nicht gesagt, dass wir mit den drei Neuen alles gewinnen“, unkte Gottsleben nach einem Blick auf den Spielplan. Das Schlusslicht hat es jetzt nämlich nacheinander mit dem Tabellendritten Mennighüffen, Spitzenreiter Altenhagen II und dem Rangzweiten Spenge II zu tun.

Immerhin fand der Coach dann doch noch zwei Aspekte, die ihn bei der Niederlage gegen die solide, aber nicht übermächtig aufspielenden „Jürmker“ gefallen hatten. „Die Deckungsleistung war vor allem vor der Pause in Ordnung, und Paul Vogt hat es gut gemacht.“ Tatsächlich hielt der TV Verl bis zum 7:9 in der mit 7:12 verloren 1. Halbzeit noch mit, weil er hinten ordentlich stand. Dass es nicht zu mehr reichte, erklärt sich damit, dass am Samstag lediglich Vogt halbwegs oberligatauglich getroffen hat, denn die Verler Angriffseffizienz lag unter 40 Prozent. TV Verl: T. Fischedick/Tigges/Gerlach – Vogt (6/2), Leitner (1), T. Fischedick, Herzog (2), Dorow (3), Erichlandwehr, Jogereit (2), Schlüter, Vogler (2), Zawidzki, L. und S. Hartkämper.