Verl (zog). Spiele gegen Oerlinghausen sind für die Oberligahandballerinnen des TV Verl echte Derbys, obwohl die Gaste, die heute um 17 Uhr in der Dreifachhalle gegen das Team von Matthias Foede antreten, im Handballkreis Bielefeld beheimatet sind.
Doch der Anfahrtsweg ist für beide der kürzeste, dann hat auch der jetzige TSV-Trainer Sven Barthel eine Verler Vergangenheit als damaliger Trainer der weiblichen A-Jugend gemeinsam mit Christian Bunkenburg, jetzt Trainer der zweiten Verler Mannschaft.
Die Verlerinnen erinnern sich noch gern an das nach 11:12-Pausenrückstand mit 27:21 gewonnene Hinspiel: „Das war mit die beste Saisonleistung", hofft Foede, dass sein Team dies heute in eigener Halle wiederholen kann. Von den drei verletzungsbedingten Ausfallen vom 31:27-Sieg bei Handball Ibbenbüren, sind zwei wieder dabei. Die Handverletzung von Hannah Hölz ist genauso auskuriert wie die Kniebeschwerden von Mira Dargel.
Bei Marie Brinkschnieder wurde dafür ein angebrochener Schienbeinkopf diagnostiziert. Die Rückraumspielerin fallt wohl bis Ostern aus, hatte wegen einer vierwöchigen Neuseelandreise demnächst aber sowieso nicht zur Verfügung gestanden.
Dass die Partie heute zwei mit 16:10 punktgleiche Tabellennachbarn zusammenführt, interessiert TVV-Trainer Matthias Foede nicht. „Was zählt, ist unsere Leistung. Wenn die gut ist, wie zuletzt in Ibbenbüren, gewinnen wir die Spiele, bringen wir nur 80 Prozent, dann verlieren wir." Allerdings hofft der Trainer, dass die Tabellenkonstellation plus Derbycharakter viele Zuschauer in die Halle lockt: „Dann macht so ein Spiel doch richtig Spaß." Unterlegen sind die Verlerinnen (mal wieder) in der Physis. Foede: „Gefühlt sind einige Oerlinghauserinnen doppelt so groß wie viele meiner Mädels."


