Handball: Oberligist TV Verl ist daheim gegen den TuS 97 fast schon zum Erfolg verdammt.
Verl (kra). Erst die 24:28-Niederlage bei der Ahlener SG II. Dann der unerwartete 35:33-Sieg des Tabellenvorletzten TuS Brake beim TV Isselhorst: Der 15. Spieltag in der Handball-Oberliga sei für Schlusslicht TV Verl „einer zum Vergessen“ gewesen, stöhnt Torben Gottsleben vor dem 16. Versuch an diesem Samstag gegen den Rangsiebten TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, „Big Points“ für den Klassenerhalt einzufahren. „Denn allmählich gehen uns die Spiele aus“, sagt der von mindestens drei Absteigern ausgehende Coach angesichts der Rückstände von drei Punkten auf Steinhagen und Brake sowie von sechs auf LIT III, dem vermeintlich sicheren Elften.
„In Ahlen machen wir 40, fast 50 Minuten lang ein gutes Spiel, liegen in Führung, haben den Erfolg vor Augen, aber verfallen dann wieder in unsere alten Fehler und verlieren den Ball durch schlechte Pässe oder Wurfentscheidungen“, stellt Gottsleben fest.
Auf der Suche nach den Gründen für diese Schwäche, die sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht, kommt der Coach auf die Punkte Konzentration und Kondition zu sprechen. „Und das eine wird zwangsläufig weniger, wenn das andere nachlässt.“
Immerhin registriert Gottsleben Fortschritte seit der noch bis zum 22. Februar gesperrte Sven Bechtloff und der in Ahlen „sofort helfende“ Philipp Eliasmöller da für „mehr Zug sorgen“ würden. „Denn wenn du ins Training nicht genug Intensität reinbringst, kannst du sie im Spiel auch nicht haben“. Doch das predigt der Coach seinen Spielern auch schon seit Saisonbeginn.
Nach Eliasmöller soll als nächste Verstärkung der nach einer Verletzung noch im Aufbautraining stehende Paul Freier zum Einsatz kommen und dann eben noch Bechtloff, der Ex-Profi. „Jeder Punkt, den wir bis dahin holen, ist Gold wert“, sagt Gottsleben mit Blick auf den TuS 97, den er „an einem guten Tag durchaus auf Augenhöhe“ wähnt.


