Verl (zog). Auch eine der besten Halbzeiten, die Handball-Oberligist TV Verl bislang in dieser schweren Saison gespielt hat, reichten der stark abstiegsbedrohten Mannschaft gestern nicht zum Sieg. Bei der U23 der Ahlener SG musste sich das Tabellenschlusslicht am Ende mit 24:28 (12:11) geschlagen geben.
Bis weit in den zweiten Durchgang sah es bei einer 20:18 Führung so aus, als könnte Verl nach fünf Niederlagen in Serie endlich mal wieder etwas Zählbares für das Punktekonto mitnehmen.
Dann brachte ein Sechs-Tore-Lauf der Gastgeber die Wende. „Alles, was wir in der starken ersten Halbzeit noch mit Geduld auf den Punkt spielten, haben wir dann vermissen lassen", bemängelte TVV-Trainer Torben Gottsleben verfrühte Abschlüsse. Das nutzten die konterstarken Gastgeber zu vielen einfachen Gegenstoßtoren.
Während Ahlen mit dem Wechsel auf den siebten Feldspieler gegen Ende des ersten Durchgangs seine Fehlerquote reduzierte, leisteten sich die Verler Angreifer vermehrt Ballverluste.
Erfreulich war das Debüt von Rückkehrer Philipp Eliasmöller. Der nach einem beruflichen Wechsel für einige Zeit beim Longericher SC Il in der Oberliga aktive Verler, der davor lange beim Tus 97 Bielefeld-Jöllenbeck gespielt hatte, nahm laut Gottsleben „in Abwehr und Angriff positiven Einfluss auf das Spiel" und war nach erst einer Trainingswoche mit sechs Treffern gleich Verler Haupttorschütze.
„Uns laufen nun die Spiele weg", sagte Gottsleben - zumal Brake in Isselhorst gewann und es nun drei Punkte Rückstand auf Platz 12 und 13 sind. Dass die Leistung des ersten Durchgangs nicht zu einem Erfolgserlebnis reichte, nage schon an der Moral, so der Trainer. „Doch Einstellung und Willen haben gestimmt. Es waren wieder in Summe die Kleinigkeiten. Und das gegen einen Gegner, der schlagbar war", so Gottsleben, der ab dieser Woche mit Paul Freier trainieren kann und ab dem 22. Februar auch Jens Bechttloff einsetzen darf.
TV Verl: T. Fischedick/Gerlach/Tigges - Hartkämper (1), Zawidzki, Vogt, N.Fischedick (2), Eliasmöller (6), Herzog (2), Dorow, Erichlandwehr (2), Jogereit (5/1), Schlüter (4), Vogler (1), Voßhans (1) Schiedsrichter: Hoppe/Warkus
Zeitstrafen: Herzog (12.), Dorow (33.) Jogereit (47.)


