Handball: Regionalligist TG Hörste verteidigt den Frauen-Kreispokal zwar mit einem 16:8-Sieg gegen TV Verl II, aber auch der überraschend ins Finale vorgestoßene Verbandsligist fühlt sich als Sieger des reformierten Wettbewerbs.
Harsewinkel (kra). Für Christian Blankenburg hat sich „gleich gezeigt, dass es eine gute Entscheidung des Kreisverbandes Gütersloh ist, den Kreispokal für zweite Mannschaften zu öffnen“. Angesichts der günstigen Auslosung sei der von ihm trainierte Verbandsligist TV Verl II „zwar nicht nur überraschend“ in das Endspiel gegen die TG Hörste eingezogen. Doch die „guten Leistungen, auch bei der finalen 8:16-Niederlage gegen den Regionalligisten“, wertete der Coach als „ideale Vorbereitung für den Wiederbeginn der Serie“.
In der Verbandsliga geht für die Verler Reservistinnen ab übernächste Woche der Kampf um den Klassenerhalt weiter. „Aber wenn wir diesen Schwung mitnehmen, dann ist mir nicht bange“, erklärte Blankenburg. Als gutes Zeichen für den für ein Happy End notwendigen Zusammenhalt wertete der Coach, dass seine Spielerinnen die Pokalteilnahme sofort zugesagt hätten, obwohl vorher kein Training möglich war. „Das hat man zwar beim zähen Start im ersten Gruppenspiel gegen den Wiedenbrücker TV gesehen“, räumte Blankenburg ein. „Aber danach haben wir uns beständig gesteigert und uns auch gegen Hörste ordentlich aus der Affäre gezogen.“
Im Finale 2025 hatte noch der TV Verl I den Regionalligisten herausgefordert. Für eine Wiederholung des Vorjahreserfolges kam der Oberligist heuer nicht in Frage. „Schau diese Besetzung an, dann ist doch klar, warum nicht mehr drin war.“ Mit Blick auf den urlaubsbedingten bunten Mix aus Stammspielerinnen und A-Jugendlichen ordnete Matthias Foede die klaren Viertelfinalniederlagen gegen den Ligakonkurrenten Steinhagen (5:9) und den Regionalligisten TuS Brockhagen (8:18) als „nur folgerichtig“ ein. „Brockhagen hat nach Abschluss der Hinrunde durchtrainiert und wir gar nicht, was man dann eben sieht.“ Für Foede war die Pokalteilnahme dieses Mal nur „eine Bewegungseinheit, bevor es am Samstag in der Liga wieder ernst wird“.
Liebend gerne hätten die Bezirksligaspielerinnen der TSG Harsewinkel auch am Sonntag noch für Stimmung im Hasenbau gesorgt. Doch nach knappen Niederlagen gegen Halle II und Hesselteich war der Zug schon am Samstag abgefahren. Für Felix Hendrich kein Problem. „Wir sind gut ins Jahr gekommen“, sagte der auf die Rückkehr in die Verbandsliga setzende Coach.


