(NW 20.12.2025) Gottsleben warnt vor den Ex-Verlern
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(NW 20.12.2025) Gottsleben warnt vor den Ex-Verlern

Handball: Oberligist TV Verl hat sich auf ein heißes Derby in Brockhagen eingestellt.

Verl (kra). Handball-Oberligist TV Verl (3:19 Punkte) beendet die Hinrunde an diesem Samstag mit dem Kreisderby beim TuS Brockhagen (10:12). „Die Halle ist eng, die Zuschauer sind laut, der Gegner ist heiß – das sind doch genau die Spiele, die so richtig Spaß machen“, findet Torben Gottsleben. Der Verler Coach fordert seine Leute deshalb auf, diese „besondere Stimmung als Treibstoff aufzunehmen“, um auf das auch schon mit großer Leidenschaft erkämpfte 27:27 gegen den ASV Senden noch ein Erfolgserlebnis draufzusetzen.

„Jeder Punkt, den wir mit ins neue Jahr nehmen, verbessert ja auch unsere Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt.“ Gottsleben will sich nicht nur darauf verlassen, dass mit Paul Freier und Jens Bechtloff die nachverpflichteten Trümpfe schon stechen werden, die er in Brockhagen notgedrungen noch in der Hinterhand halten muss. Denn Shooter Freier fehlt wie Raphael Voßhans, Fynn Schröder und Max Wischniewski weiter verletzt, und Ex-Nationalspieler Bechtloff ist noch nicht spielberechtigt.

Zur einer besonderen Derby-Atmosphäre beitragen wird, dass vier Leistungsträger der Gastgeber eine Verler Vergangenheit haben. In der Spielvorbereitung der Gäste spielten alle eine Rolle. „Wir müssen sehen, dass wir gut decken und Matthis Griese und Yannick Sonntag keinen Raum für das von ihnen so geliebte Eins-gegen-eins lassen“, hat Gottsleben seine Truppe eingeschworen.

Auf der anderen Seite würde es darauf ankommen, die Zahl der schlechten Abschlüsse und Technischen Fehler, die dem TV Verl in dieser Saison schon so viele Streiche gespielt haben, weiter zu minimieren. Mit Patrick Schmidt steht nämlich ein weiterer Ex-Verler im Brockhagener Tor, der seine Mitspieler so richtig pushen kann, und mit Sergej Braun lauert ein anderer Ex-Verler auf Rechtsaußen auf Gegenstoßpässe.

Nach einem guten Saisonstart lief es in Brockhagen auch verletzungsbedingt nicht mehr ganz so gut. „Vor allem durch den Ausfall von Marius Pelkmann hat das Brockhagener Spiel eine ganz andere Statik bekommen“, findet Gottsleben. Für seinen Kollegen Thilo Stinhans, künftiger Trainer der TSG Harsewinkel, war das 31:22 im letzten Heimspiel gegen die Ahlener SG deshalb nicht nur „wichtig, um den Abstand nach unten zu wahren“.