Von Stefan Herzog
Verl (gl). Da liefert Handball-Oberligist TV Verl beim Sieg im Topspiel gegen den bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter Lit Il eine klasse Leistung ab, zum nur eine Woche später bei Kellerkind TuS SW Wehe mit 21:23 zu verlieren.
„So was passiert einfach mal. Zumal nach Abpfiff der Weher Trainer zu mir kam und sagte, dass seine Mannschaft das beste Spiel abgeliefert hätte, seitdem er dort ist", hakte TVV-Trainer Matthias Foede die zweite Saisonniederlage nach zuvor vier Siegen relativ schnell ab.
Im Heimspiel gegen Kreisnachbar SpVg Steinhagen am heutigen Samstag ab 19 Uhr beschäftigen den Verler Trainer viel mehr die Personalsorgen am Kreis. Denn sowohl Mira Dargel, die mit einem Riss der Ellbogensehne bis Jahresende ausfällt, als auch Carina Stuckstätte (Entzündung im Fuß) müssen ersetzt werden. Das schmerzt nicht nur im Angriff, sondern auch im Abwehr-Innenblock.
Das ist nicht schön, gerade weil sich das bei beiden über längere Zeit hinziehen wird", , ist Foede zum Improvisieren gezwungen. Einzige „gelernte" Kreisläuferin ist noch Nele Fortmeier. Ob der Kader heute mit einer Akteurin aus der zweiten Mannschaft ergänzt wird, die in der Verbandsliga ab 17 Uhr an gleicher Stelle gegen Häver-Lübbecke spielt, wird kurzfristig entschieden.
Die Gaste aus Steinhagen haben es bei 4:8-Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz noch nicht geschafft, den Abgang von Lea Schlautmann zu verkraften. Die Rückraumspielerin ist zum Drittligisten Bad Salzuflen gewechselt und hatte sich da zu einem ganz frühen Zeitpunkt der Saison das Kreuzband gerissen.
Das Verhältnis zu dem Nachbarn aus dem Nordkreis ist gut. Statt Derby-Atmosphäre anzuheizen, muss unsere Emotion dahin gehen, besser zu spielen als in der Vorwoche", sagt Trainer Foede.
Oberstes Ziel in den noch fünf Spielen in diesem Jahr müsse sein, konstant gute Leistungen abzuliefern", so Foede.


