(Glocke vom 14.11.2025) 38:27-Niederlage gegen Spitzenreiter
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(Glocke vom 14.11.2025) 38:27-Niederlage gegen Spitzenreiter

Verl (zog). Dass beim TV Verl personeller Handlungsbedarf besteht, zeigte auch die Niederlage im Nachholspiel am Mittwoch gegen Spitzenreiter TSG Altenhagen II. Denn beide Teams setzten nach dem 27:38 (14:17) geendeten Vergleich Letzter gegen Erster in der Verler Dreifachhalle ihre Serien fort: Die Bielefelder streben mit 16:0-Punkten weiter makellos Richtung Regionalliga, den Verlern droht bei 0:16-Zählern die Verbandsliga. Bei im zweiten Durchgang klaren Verhältnissen sind die Gastgeber erneut an ihrer viel zu hohen Fehlerquote gescheitert. 

Ballverluste im Positionsspiel und vergebene Chancen gab es zuhauf, und die wurden von den konternden Bielefeldern schonungslos bestraft. Deutlich wurde aber auch, dass die Moral weiter intakt ist und dass die von Torben Gottsleben mit einer guten Mischung aus Realismus, Ruhe aber auch Rigorosität geführte Mannschaft auch in der aktuellen Besetzung Potenzial hat, um konkurrenzfähig zu seien.

Dabei fehlten am Mittwoch noch Rückraumspieler Lennart Voss (krank), Kreisläufer Raphael Voßhans (Rücken) und Torwart Torben Fischedick, während Linkshänder Simon Hartkämper vorläufig Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln soll.

Nach ausgeglichenem Start (4:5, 7. Minute) kassierten die Verler zwar einen Sieben-Tor-Lauf zum 4:12 (14.), meldeten sich dann aber - begünstigt durch einige Wechsel auf Bielefelder Seite - im Spiel zurück. Mit nun vier Rückraumspielern holte das TTV-Team auf, den Angriff zum 13:16 durch Lukas Hartkämper begleitete die Tribüne mit lange nicht gehörtem rhythmischem Klatschen. 

Den respektablen Pausenstand von 15:18 machten sich die Verler gleich mit Wiederbeginn kaputt, als in vier Minuten vier Gegentore zum 15:22 kassierten. Danach nahm die Angelegenheit ihren erwarteten Lauf, jedoch ohne im ganz großen 40-Gegentore-Fiasko zu enden. „Insgesamt haben wir wieder Lehrgeld bezahlt", sagte Gottsleben, den der Start in den zweiten Durchgang und die Gegentore von den Außenpositionen ärgerten. 

Gefallen hatte dem Trainer dagegen die Aufholjagd mit griffiger Abwehr. „Da hat Verl gute Lösungen gefunden", sagte auch TSG-Trainer Arjen Haenen, der insgesamt sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams war.