(NW 14.11.2025) Nach Ausfällen neue Spielideen gefragt
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(NW 14.11.2025) Nach Ausfällen neue Spielideen gefragt

Handball: Frauen des TV Verl Favorit im Oberliga-Derby gegen die Spvg. Steinhagen.

Verl (kra). Matthias Foede hatte es immer wieder betont: „Die Spielerinnen sind jung, die Mannschaft entwickelt sich noch.“ Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass das keine Tuefstapelei war, die Handballerinnen des TV Verl haben ihn innerhalb nur einer Woche geliefert. Gegen den Spitzenreiter LIT II lieferte der Oberligadritte eine Topleistung ab und gewann. In Wehe kam er nicht annähernd an sein Leistungsvermögen heran und enttäuschte bei der, wie der Coach betont, „verdienten 21:23-Niederlage“.

Doch die Schlappe ist bereits abgehakt. „Denn ich kann keiner Spielerin vorwerfen, dass sie nicht gewollt hätte“, stellt Foede fest. „In Wehe ist einfach nichts zusammengelaufen, und wenn mir der Trainer der Gastgeberinnen dann auch noch sagt, dass seine Truppe das beste Spiel unter seiner Leitung überhaupt gemacht hat, dann ist das einfach mal so.“

Vor dem Heimspiel gegen den Tabellenelften Spvg. Steinhagen an diesem Samstag hat Foede ohnehin Wichtigeres zu tun, als verlorenen Punkten nachzutrauern. „Mit Mira Dargel, die sich die Ellbogensehne gerissen hat, und Carina Stuckstätte, die an einer Entzündung in der Ferse laboriert, fehlen mir gleich zwei Kreisläuferinnen.“

Die Verlerinnen müssen sich aber nicht nur für die Offensive etwas einfallen lassen, weil mit Neele Fortmeier nur noch eine gelernte Kreisläuferin zur Verfügung steht. „Die beiden fehlen mir auch im Innenblock der Abwehr.“ Foede räumt ein, in dieser Trainingswoche hin und her überlegt zu haben, wie er sein Team neu ausrichtet.

Trotz der Ausfälle ist der TV Verl (Dritter, 8:4 Punkte) gegen den Kreisrivalen jedoch klar favorisiert. Bei ihrer glatten 12:23-Niederlage gegen den ebenfalls zum Kreis der Titelkandidaten zählenden TSV Oerlinghausen letzten Samstag kamen die Steinhagenerinnen jedenfalls vor allem im Angriff nicht auf Oberliga-Niveau. „Zwölf Tore sind einfach zu wenig“, klagte denn auch ihr Trainer Christian Blankert, als nur Lena Lutze (3) aus dem Rückraum getroffen hatte.